[01011] Zufallsfund Johan Friedrich Wilhelm Honig aus Tempel, Kreis Oststernberg in der Neumark

  • [align=justify]Interessant für Ahnenforschung Honig und Tanem sowie für Ahnenforschung in Zielenzig, Tempel und Schwiebus in der Neumark:

    Im Waldgebiet nördlich von Zielenzig befindet sich am Wegesrand ein Schild mit Hinweisen zu einem Johan Friedrich Wilhelm Honig, Hilfslehrer aus Templowo (Tempel, Kreis Oststernberg), der am 1. Mai 1843 in Zielenzig durch Enthauptung mit dem Beil wegen Mordes hingerichtet wurde. Zudem genannt sind ein Scharfrichter aus Heisenberg, sowie der Landkreisbeamte aus Sulecin (Zielenzig, Kreis Oststernberg) namens Tanem. Das Opfer des Honig, eine Grundbesitzerswitwe stammte aus Swiebodzin (Schwiebus).

    Abschrift des Hinweisschildes, deutscher Teil am 12. August 2014:

    [b]Geschichte des Steinhaufens[/b]
    Am Sonntag, den 23. August 1840 ermordete ein gewisser [color=#FF6600]Johan[/color] [color=#FF6600]Friedrich Wilhelm Honig[/color], Hilfslehrer aus Templewo, seine Geliebte, Witwe eines Grundbesitzers, weil sie ihre Schwangerschaft und geheim Entbindung in Swiebodzin nicht verheimlichen wollte. Am 1. März 1841 gab das Bezirksgericht in Frankfurt an der Oder das Urteil bekannt, das den Täter infolge durch langsames Brechen auf dem Rad zum Tode verurteilte. Der König milderte das Urteil und änderte die Strafe in Enthauptung mit dem Beil. Am Morgen des 1. Mai 1843 wurde Honig mit einem Leiterwagen und zahlreichem Geleit zum Zielenziger Rathaus zum Hinrichtungsort gefahren. Dort wurde das Todesurteil von einem [color=#FF6600]Scharfrichter aus Heisenberg[/color] vollstreckt. Die Exekution beobachteten angeblich 7000 Personen. Kurz vorher wandte sich ein [color=#FF6600]Landkreisbeamter aus Sulecin namens Tanem[/color] an den Verurteilten mit den Worten: "Leben Sie wohl Honig.". Der Spruch wurde dann später beim Skatspielen bis zum Zweiten Weltkrieg verwendet. Das Beil des Scharfrichters, das bei der Enthauptung verwendet wurde, befindet sich heute in einem Berliner Museum und erinnert an die letzte derartige Exekution. In der Nähe der Stelle, wo Honig hingerichtet wurde, ist Honig unter einem kleinen Steinhaufen begraben. Noch vor dem Krieg gab es die Sitte, dass jeder Vorübergehende einen Stein zu dem Haufen hinzuwarf.

    [i](Projekt jest dofinansowany przez Unie Europejska w ramach Fundusza Mikroprojektow Inicjatywy Wspolnotowej INTERREG III A Euroregionu Pro Viadrina.)[/i][/align]